Steuerfalle Kaufoption

 

 

Firmenfahrzeuge werden gern geleast, denn es ist äußerst bequem, das Fahrzeug nach einer gewissen Zeit zurückzugeben und gegen ein Neues einzutauschen. Ob aus rein steuerlicher Sicht der Kauf oder das Leasing vorteilhafter ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Laufende Leasingraten sind sofort als Betriebsausgaben abziehbar, bei einem kreditfinanzierten Kauf hingegen die Zinsen und die Abschreibung. Vor- und Nachteile sind sorgfältig abzuwägen.

Wer einen Leasingvertrag abschließt, sollte das eigene Nutzungsverhalten möglichst realistisch einschätzen, denn danach berechnet sich der Restwert des Leasingfahrzeuges. Wird dieser Restwert am Ende der Leasingzeit nicht erreicht, muss der Leasingnehmer die Differenz zuzahlen. Im Vorfeld sollte auch geklärt werden, welche Reparatur- und Wartungsarbeiten während der Leasingzeit durchgeführt werden müssen und wer diese trägt. So kommt es nicht zu Streitigkeiten.

Vorsicht beim Kauf des Leasingfahrzeuges

Viele Leasingverträge werden mit einer Vertragsverlängerungs- oder einer Kaufoption abgeschlossen. Der Kaufpreis des Fahrzeuges hängt von der Höhe der monatlichen Leasingraten und eventuell geleisteten Leasingsonderzahlungen ab. Je höher die Zahlungen, desto geringer der Kaufpreis am Ende der Leasing-Vertragszeit. Erwirbt der Unternehmer das Fahrzeug für seine Firma, so wird es Betriebsvermögen. Verkauft er das Fahrzeug später zu einem Preis, der über dem Kaufpreis (ggf. gemindert um zwischenzeitliche Abschreibungen) liegt, muss er den Gewinn versteuern. Viele Unternehmer wollen jedoch das geleaste Fahrzeug für den Privatbereich erwerben und für das Unternehmen einen neuen Leasingvertrag abschließen. Das kann Steuer auslösen. Denn das Finanzamt behandelt den privaten Kauf des Fahrzeugs wie eine Entnahme aus dem Betriebsvermögen. Liegt der Kaufpreis unter dem Verkehrswert (also dem Entnahmewert), entsteht ein Gewinn, der zu versteuern ist.

Beispiel

Ein Unternehmer hat einen dreijährigen Leasingvertrag mit Kaufoption über einen Pkw abgeschlossen (Kaufpreis. 10.000 €) Am Ende der Leasingvertragszeit möchte er das Fahrzeug zwar kaufen, jedoch nicht für seine Firma, sondern privat. Der Leasinggeber gewährt dennoch den günstigen Optionspreis. Der Verkehrswert des Fahrzeuges beträgt 15.000 €. Der private Kauf des Leasingfahrzeuges wird wie eine Entnahme aus dem Betriebsvermögen behandelt. Die Differenz zwischen dem Verkehrswert in Höhe von 15.000 € und dem Kaufpreis in Höhe von 10.000 € ist als Gewinn zu  versteuern.

 

(Stand: 03.08.2015)

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