Rundschreiben zum Jahresende 2019

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das meteorologische Klima hat sich in den letzten Jahren unstrittig gewandelt. Dies führte zu schwankenden Ernten in Menge, Preis und Qualität. Im derzeitigen politischen Klimawandel wird der Wert guter fachlicher Arbeit in der öffentlichen Diskussion leider immer weniger geschätzt.

Neue Düngemittelverordnungen, geänderte Pflanzenschutzregelungen, überzogene Tierschutzbestimmungen und viele Äußerungen angeblicher Experten trüben den Landwirten die Freude an der Arbeit. Auch in unserem täglichen Umgang mit Finanzverwaltung und Sozialversicherung ist der Klimawandel zu spüren.

Hier liegt unsere Aufgabe. Wir möchten Ihnen im rauheren Klima helfen, damit Sie weiter erfolgreich sein können.

Als kleines Dankeschön für das uns entgegengebrachte Vertrauen überreichen wir Ihnen den Landwirtschaftskalender 2020. Wir hoffen Ihnen hiermit eine kleine Freude machen zu können.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen, auch im Namen unserer Mitarbeiter, ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches Neues Jahr.

Ihre Landwirtschaftliche Buchstelle Koblenz

AGRAR-DIENST
Steuerberatungsgesellschaft mbH

 

Thiemann
Steuerberater
Sody
Steuerberater
Retzmann
Steuerberater

 

1. Gesetzlicher Mindestlohn/Arbeitsverträge Minijobber

Wie bereits im letzten Rundschreiben zum Jahresende angekündigt, wird sich der gesetzliche Mindestlohn zum 01. Januar 2020 auf 9,35 € / Stunde (brutto) erhöhen.

 

2. Saisonarbeitskräfte

Sofern eine Beschäftigung nicht berufsmäßig erfolgt, kann diese sozialversicherungsfrei erfolgen. Eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung eines EU-Ausländers ist bei Beachtung der 70 Tage- bzw. 3 Monatsregel möglich, wenn die Saisonarbeitskraft Rentner/-in ist, Student/-in ist, Schüler/-in ist oder Hausmann/-frau ist. Die Beschäftigung eines Arbeitslosen gilt immer als berufsmäßig und ist damit sozialversicherungspflichtig.

 Bei Sozialversicherungsprüfungen im vergangenen Jahr wurde immer wieder der Status Hausfrau/Hausmann angezweifelt bzw. verneint.

Um weiterhin eine Hausfrau / einen Hausmann sozialversicherungsfrei zu beschäftigen, muss der Arbeitgeber nachweisen, wovon der Arbeitnehmer seinen Lebensunterhalt im Heimatland bestreitet. Diese Nachweisführung stellt sich unter anderem bei folgendem Personenkreis schwierig da: beide Ehepartner sind als Saisonarbeitskräfte beschäftigt, bei der Saisonarbeitskraft handelt es sich um eine minderjährige oder ledige Person.

Es ist für den Arbeitgeber unerlässlich den ausgefüllten Fragebogen zur Feststellung der Versicherungspflicht/-freiheit gründlich auf Plausibilität zu prüfen.

 

3. Elektronische Kassensysteme und Registrierkassen

Am 17.06.2019 hat das Bundesministerium für Finanzen einen neuen Erlass für digitale Kassensysteme herausgegeben. Dieser wird zum 01.01.2020 einige Neuerungen bringen und zu verschärften Überprüfungen durch die Finanzverwaltung im Rahmen von Kassennachschauen führen.

Alle elektronischen Kassensysteme müssen ab dem Jahr 2020 mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung versehen sein. Das Sicherheitsmodul muss die sichere Protokollierung von Vorgängen gewährleisten. Sollte es zu einem Ausfall der Sicherheitseinrichtung kommen, sind der Zeitpunkt und der Grund zu dokumentieren und die Ausfallursache unverzüglich zu beheben. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die technische Sicherheitseinrichtung erst ab dem 01.10.2020 einsatzfähig ist.

Außerdem wird zum 01.01.2020 bei Einsatz eines elektronischen Aufzeichnungssystems eine Belegausgabepflicht eingeführt. Der Beleg kann elektronisch oder in Papierform zur Verfügung gestellt werden. Der Kunde ist allerdings nicht zur Mitnahme verpflichtet.

Folgende Angaben muss der Beleg enthalten:

  • Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Datum der Belegausstellung und den Zeitpunkt des Vorgangsbeginns und der Vorgangsbeendigung
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände
  • Transaktionsnummer
  • Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag
  • Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems
  • Betrag je Zahlungsart
  • Signaturzähler
  • Prüfwert

Alle eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme sind dem zuständigen Finanzamt zu melden. Die Meldung hat mit einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck zu erfolgen und ist bis zum 31.01.2020 zu tätigen. Der amtliche Vordruck liegt allerdings noch nicht vor. Neben der Art der Sicherheitseinrichtung, sind die Anzahl der eingesetzten elektronischen Aufzeichnungssysteme sowie das Datum der Anschaffung zu übermitteln. Ebenfalls muss zukünftig eine Außerbetriebnahme angezeigt werden.

 

4. Grundsteuerreform

Am 18.10.2019 hat der Bundestag und am 8.11.2019 der Bundesrat die Grundsteuerreform verabschiedet. Das neue Gesetz wird ab 2025 in Kraft treten.

Den Bundesländern wurde eine abweichende Regelungskompetenz zugestanden. Mit dem neuen Gesetz wird auch eine neue Grundsteuer, die Grundsteuer C für baureife aber unbebaute Grundstücke eingeführt.

Im Bereich der Landwirtschaft wird es zu folgenden Änderungen kommen: Das Betriebs- und Altenteilerhaus wird zukünftig dem Grundvermögen zugeordnet. Somit ist hierfür zukünftig Grundsteuer B und nicht mehr Grundsteuer A fällig.

Des Weiteren werden die alten Einheitswerte neu berechnet und heißen künftig Grundsteuerwerte.

Bei viehstarken Betrieben und Standorten mit Windkraftanlagen wird es zu höheren Belastungen durch die Grundsteuerreform kommen.

In Ostdeutschland müssen zukünftig wie in Westdeutschland die Eigentümer der Grundstücke die Grundsteuer zahlen. Bislang mussten dort die Pächter für die Grundsteuer aufkommen.

Zukünftig werden einige Betriebe stärker belastet, aber es werden auch viele Betriebe entlastet. Dies ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich.

 

5. Tarifglättung

Die Hängepartie bei der Ende 2016 beschlossenen Tarifglättung für Landwirte ist beendet. Das Bundeskabinett hat am 31.07.2019 die geänderte Tarifglättung verabschiedet. Hierbei wurden die von der Europäischen Union geforderten Änderungen berücksichtigt.

Ursprünglich sollten die Finanzämter die Tarifglättung automatisch durchführen. In Einzelfällen hätte diese aber auch zu Nachzahlungen führen können.

Nach der Neuregelung muss die Tarifglättung jetzt extra beantragt werden.

Der erste der drei dreijährigen Glättungszeiträume von 2014 bis 2016 ist inzwischen längst abgelaufen. Die Finanzverwaltung hat aber die betroffenen Steuerbescheide offen gehalten, sodass diese nachträglich auf Antrag geändert werden können.

 

Sofern Sie von den angesprochenen Themen betroffen sind, stehen wir Ihnen für eine individuelle Beratung gerne zur Verfügung.

(Stand: 29.11.2019)

Wir sind gerne für Sie da

AGRAR-DIENST
Steuer­beratungs­gesell­schaft mbH

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Tel.: Work(0261) 9124200
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