Mandanteninformation: Rundschreiben zum Jahresende 2020

Rundschreiben zum Jahresende 2020

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2020 wurde vor allem durch die weltweite Covid-19-Pandemie geprägt, die zahlreiche Einschränkungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich zur Folge hat. Die in ganz Europa verhängten Reise-, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen stellten die Landwirtschaft vor große Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf saisonal beschäftigte Erntehelfer.

Was bleibt uns außer der Corona-Pandemie in Erinnerung?

Zum einen sicherlich die Agrar-Ministerkonferenz die vom 30. August bis zum 01. September in Koblenz stattfand.

Leider ist auch in diesem Jahr die Erntebilanz wieder negativ ausgefallen. Im dritten Jahr in Folge hat die Landwirtschaft mit Trockenheit und Spätfrösten zu kämpfen.

Auch in diesen schwierigen Zeiten stehen wir Ihnen als verlässlicher Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen, auch im Namen unserer Mitarbeiter, ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches Neues Jahr.

Ihre Landwirtschaftliche Buchstelle Koblenz

AGRAR-DIENST
Steuerberatungsgesellschaft mbH

 

Thiemann
Steuerberater
Sody
Steuerberater
T. Retzmann
Steuerberater
A. Retzmann
Steuerberater

 

1. Gesetzlicher Mindestlohn

Die Mindestlohnkommission hat empfohlen, den Mindestlohn in mehreren Schritten auf 10,45 Euro bis zum 1. Juli 2022 zu erhöhen. Das Bundeskabinett ist dieser Empfehlung gefolgt. Die Erhöhungsschritte lauten im Detail:

zum 1. Januar 2021: 9,50 Euro

zum 1. Juli 2021:       9,60 Euro

zum 1. Januar.2022:  9,82 Euro

zum 1. Juli 2022:      10,45 Euro

2. Änderungen beim Investitionsabzugsbetrag und der Sonderabschreibung

Am 18.12.2020 hat der Bundesrat das Jahressteuergesetz 2020 verabschiedet. Für den Bereich der Land- und Forstwirtschaft sind Änderungen beim Investitionsabzugsbetrag und bei der Sonderabschreibung hervorzuheben.

Die Änderungen sollen der zielgenaueren Ausrichtung der Steuervergünstigung, auch unter Berücksichtigung der vorübergehenden besonderen Situation der Corona-Krise dienen. Die Investitionsabzugsbeträge werden dazu von 40 auf 50 Prozent erhöht.

Zusätzlich gibt es Änderungen in Bezug auf die Anspruchsvoraussetzungen für Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen: Die Nutzungsvoraussetzungen, das heißt die Größenmerkmale zur Abgrenzung begünstigter Betriebe, werden vereinheitlicht und eine höhere einheitliche Gewinngrenze (in Höhe von 200.000 €) wird eingeführt. Dies bedeutet für die Land- und Forstwirtschaft, dass der bislang geltende Wirtschaftswert nicht mehr angewendet wird.

Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen können künftig auch für vermietete begünstigte Wirtschaftsgüter uneingeschränkt in Anspruch genommen werden.

Die Neuregelungen bei den Anspruchsvoraussetzungen für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen sind bereits für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 bzw. das Kalenderjahr 2020 anwendbar. Damit sollen bereits Liquiditätsimpulse in 2020 ausgelöst und konjunkturfördernde Investitionen in den Folgejahren angeregt werden.

3. Umsatzsteuerpauschalierung

Die Europäische Kommission bezweifelt die Vereinbarkeit der derzeit geltenden Fassung des    § 24 Umsatzsteuergesetz (hierin ist die Umsatzsteuerpauschalierung geregelt) mit den verbindlichen Vorgaben des Unionsrechts und hat deswegen Klage beim Europäischen Gerichtshof erhoben.

Um diese Zweifel auszuräumen und das Klageverfahren einvernehmlich zu beenden, wird das Gesetz angepasst. Zu diesem Zweck wird in § 24 Absatz 1 Satz 1 Umsatzsteuergesetz zur Konkretisierung des Anwendungsbereichs eine Umsatzgrenze in Höhe von € 600.000 eingefügt.

Die Umsatzgrenze ist erstmals anzuwenden für Umsätze die nach dem 31.12.2021 bewirkt werden.

Außerdem möchte die Bundesregierung den Pauschalsteuersatz (derzeit 10,7%) jährlich anhand der aktuellen statistischen Daten überprüfen. Sofern hier eine Anpassung erforderlich sein sollte, möchte die Bundesregierung diese dem Gesetzgeber vorschlagen.

4. Grundsteuerreform

Seit Ausbruch der Corona-Krise war lange nichts mehr von der Reform der Grundsteuer zu hören. Doch die strengen zeitlichen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts laufen unaufhaltsam weiter. Bis Ende 2024 müssen die Bundesländer entweder das Bundesmodell umsetzen oder eigene Regelungen auf den Weg bringen.

Auf den 1. Januar 2025 findet eine Hauptveranlagung der Grundsteuermessbeträge anhand der Grundsteuerwerte statt. Diese Messbeträge dienen den Kommunen als Basis für die neue Grundsteuerfestsetzung. Im Vorgriff darauf werden die Kommunen im Lauf des Jahres 2024 über die Frage der Hebesatzanpassung entscheiden müssen.

In Rheinland-Pfalz müssen mit Stand vom 1. Januar 2019 die Werte von 2.388.999 wirtschaftlichen Einheiten infolge der Grundsteuerreform neu festgestellt werden (so genannte Hauptfeststellung). Davon entfallen 578.994 wirtschaftliche Einheiten auf die Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) sowie 1.810.005 wirtschaftliche Einheiten auf das Grundvermögen (Grundsteuer B).

Rheinland-Pfalz gehört zu den Bundesländern, die an dem Bundesmodell festhalten. Alle sieben Jahre soll eine neue Bewertung erfolgen.

Die vom Bund vorgegebene Neuregelung knüpft an die bisherige Grundstruktur an. Wie bisher wird die Grundsteuer nach einem dreistufigen Verfahren ermittelt:

  1. Feststellung des Grundsteuerwertes
  2. Festsetzung des Grundsteuermessbetrages
  3. Festsetzung der Grundsteuer

Steuergegenstand der Grundsteuer ist der inländische Grundbesitz, der sich aufgliedert in Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Grundvermögen, welches sich in bebaute und unbebaute Grundstücke untergliedert.

Die Bewertung land- und forstwirtschaftlichen Vermögens hat das Ziel einen Ertragswert zu ermitteln. Dabei wird nicht auf das individuell erwirtschaftete Betriebsergebnis abgestellt, sondern auf einen Sollertrag.

Zum landwirtschaftlichen Vermögen gehören alle Wirtschaftsgüter, die dem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft dauerhaft dienen, insbesondere Grund und Boden, Wirtschaftsgebäude, Betriebsmittel sowie immaterielle Wirtschaftsgüter. Nicht zum landwirtschaftlichen Betriebsvermögen zählen Wohngebäude und gewerblich genutzte Gebäude. Diese zählen zum Grundvermögen. Betroffen von dieser Neuregelung sind der Wohnteil, die Altenteilerwohnung oder Betriebswohnungen für Arbeitnehmer, wodurch womöglich die Steuerbelastung steigt.

5. Nachhaltigkeitsprämie Wald

Die Bundesregierung hat ein Konjunkturpaket verabschiedet, in dem auch eine Prämie für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zur Verfügung steht. Damit sollen Waldeigentümer unterstützt werden, die sich mit einer aktiven, nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung gegen den Klimawandel stemmen, und dass durch eine unabhängige Zertifizierung dokumentieren.

Die einmalige Prämie erhalten private und kommunale Waldeigentümer. Es werden je Hektar 100 Euro ausgezahlt. Der Antrag wird über das Formular auf der Webseite www.bundeswaldprämie.de gestellt.

Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Waldfläche nach den Programmen PEFC oder FSC. Die Zertifizierung kann bis zum 30. September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt, wenn die Zertifizierung vorliegt.

Sofern Sie von den angesprochenen Themen betroffen sind, stehen wir Ihnen

für eine individuelle Beratung gerne zur Verfügung.

(Stand: 23.12.2020)

Wir sind gerne für Sie da

AGRAR-DIENST
Steuer­beratungs­gesell­schaft mbH

Rizzastraße 49/51
56068 Koblenz Rheinland-Pfalz Deutschland

Tel.: Work(0261) 9124200
Fax: Fax(0261) 9124244 AGRAR-DIENST Koblenz
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